15.10.2026

Bronze für Alex Furmanek bei der WAKO-Kickbox-WM

Alex Furmanek vom KKU Hard hat bei der WAKO-Nachwuchs-Weltmeisterschaft im Kickboxen in Jesolo die Bronzemedaille gewonnen. In der Pointfighting-Kategorie der Older Cadets bis 42 Kilogramm setzte sich der 13-jährige Gaißauer in einem Feld von 19 Athleten aus 14 Nationen bis ins Halbfinale durch. Es ist die erste WAKO-Nachwuchs-WM-Medaille in der Geschichte des Vorarlberger Kickboxsports. Sein Bruder Max Furmanek erreichte in seiner Kategorie den fünften Platz. Insgesamt nahmen 2.809 Athletinnen und Athleten aus 74 Nationen an der Weltmeisterschaft teil.

Nervenstarker Auftaktsieg als Schlüssel zur Medaille

Nach einem Freilos traf Alex Furmanek in seinem ersten Kampf auf einen starken Gegner aus Großbritannien. Nachdem er bei der Weltmeisterschaft 2024 und der Europameisterschaft 2025 jeweils zum Auftakt ausgeschieden war, behielt er dieses Mal die Nerven und setzte sich mit 9:6 durch.

Im Viertelfinale folgte eine taktisch starke Vorstellung gegen einen defensiv eingestellten Chilenen. Furmanek kontrollierte den Kampf und zog mit einem 3:0-Erfolg in das Halbfinale ein.
Dort traf er auf einen italienischen Gegner, der später Vizeweltmeister wurde. Nach einer ausgeglichenen ersten Runde ging es mit einem Stand von 1:1 in die Pause. Eine kurze Phase zu Beginn der zweiten Runde, in der der Italiener zwei schnelle Punkte erzielte, brachte Furmanek ins Hintertreffen. Am Ende musste er sich mit 4:10 geschlagen geben und sicherte sich damit die Bronzemedaille.

„Ich bin sehr erleichtert, dass ich Bronze gewinnen konnte. Der schönste Moment war für mich der Sieg gegen den starken Briten. Nachdem ich bei den letzten beiden Meisterschaften gleich am Anfang ausgeschieden bin, war es für mich besonders wichtig, diesmal diesen Kampf zu gewinnen“, sagt Furmanek.

Fünfter Platz für Max Furmanek

Auch Max Furmanek überzeugte in der mit 23 Athleten aus 16 Nationen besetzten Pointfighting-Kategorie der Older Cadets bis 47 Kilogramm. Der 15-Jährige gewann seinen Auftaktkampf gegen Kanada deutlich mit 15:5. Anschließend setzte er sich mit 11:5 gegen einen Gegner aus Guatemala durch.

Im Viertelfinale traf Furmanek auf einen Briten, der später die Silbermedaille gewann. Trotz einer erneut starken Leistung musste er sich mit 8:12 geschlagen geben und belegte den fünften Platz.

Bei seinem WM-Debüt zeigte der 15-jährige Gaißauer in Jesolo eine seiner bislang stärksten
Leistungen. Mit ausgezeichneter Beinarbeit, schnellen Techniken und einer taktisch
disziplinierten Kampfweise gelangen ihm zwei überzeugende Siege. Nach Bronze bei der
Europameisterschaft 2025 sowie mehreren Podestplätzen bei internationalen World Cups
bestätigte er damit erneut seine Zugehörigkeit zur internationalen Spitze.

Schweres Los für Leonie Fend-Schäfer

Leonie Fend-Schäfer startete bei den Juniorinnen bis 55 Kilogramm in einer der größten
Kategorien der Weltmeisterschaft. Insgesamt waren dort 26 Athletinnen aus 18 Nationen
vertreten. In ihrem Auftaktkampf traf die 18-jährige Lauteracherin auf eine starke Italienerin und
musste sich mit 2:13 geschlagen geben.

Trotz einer intensiven und guten Vorbereitung gelang es Fend-Schäfer gegen die starke
Konkurrenz nicht, ihre Leistung wie erhofft abzurufen. Die Teilnahme an ihrer ersten
Weltmeisterschaft war dennoch ein wichtiger nächster Schritt in ihrer sportlichen Entwicklung.

Starke Auftritte auch im Teambewerb

Alle drei KKU-Athleten kamen in Jesolo auch im Teambewerb zum Einsatz. Alex und Max
Furmanek traten gemeinsam mit zwei weiteren Nationalteamathleten im österreichischen U16-
Team an. Beide überzeugten gegen teilweise deutlich größere und schwerere Gegner mit
mutigen und unbekümmerten Leistungen. Das Team erreichte die nächste Runde, schied dort
jedoch aus. Insbesondere die Auftritte der beiden Brüder sorgten bei den Trainern des
österreichischen Nationalteams für positives Feedback.

Leonie Fend-Schäfer trat mit dem österreichischen Juniorinnenteam an und zeigte gegen eine
italienische Konkurrentin eine solide Leistung. Für den Einzug in die nächste Runde reichte es
für die Mannschaft jedoch nicht.

„Wir haben uns über mehrere Monate intensiv vorbereitet, unter anderem bei Trainingscamps in
Griechenland und Bosnien. Bei einer WAKO-Weltmeisterschaft trifft die internationale Spitze
aufeinander. Alle drei haben sich die Teilnahme auf diesem Niveau hart erarbeitet. Dass Alex
und Max solche Leistungen zeigen, ist ganz große Klasse. Die Bronzemedaille von Alex ist für
ihn, den Verein und den Vorarlberger Kickboxsport ein außergewöhnlicher Erfolg“, sagt Trainer
Fabian Verschnig.

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